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Tischoffscher Mondhelligkeitkalender

Hier können Sie sich den aktuellen Mondhelligkeitskalender und die Sonnen- und Mondzeiten als PDF downloaden.

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Sie möchten schon weiter im Voraus planen? Dann empfehlen wir Ihnen den Mondkalender aus der WILD UND HUND-Revierwelt. Damit können Sie sich die Mondhelligkeit an jedem beliebigen Tag anzeigen lassen.

Jagen bei Mond

 
Zahlreiche Jäger unseres Landes schätzen die Ruhe und Stimmung von Ansitzen oder Pirschen im Schein des Mondes. Nicht immer aber ist das Mondlicht hell genug, um Sau und Fuchs und – sofern erlaubt - anderes Wild zu nächtlicher Zeit sicher ansprechen und erlegen zu können. Da unser Erdtrabant sein Licht nicht eben großzügig bereitstellt, schwankt wie das Tageslicht auch das Mondlicht in weiten Grenzen.


Plant ein Jäger seine nächtliche Jagd, ohne zu wissen, zu welchen Zeiten die hellen und weniger hellen Stunden einer Mondperiode auftreten, kann es vorkommen, dass er zur falschen Zeit vor Ort ist oder günstige Lichtverhältnisse verpasst. Dabei ist das Auftreten des Vollmondes noch kein Garant für eine ausreichende Helligkeit. So kann z. B. ein aus steiler Höhe herabstrahlender Teil- oder Halbmond mehr Licht verbreiten als ein voller Mond, wenn er flach über den Bäumen steht.

Maßgeblich für das Zustandekommen von Mondhelligkeit ist das Zusammenspiel von Phase und Höhenwinkel des Mondes über dem Horizont. Will man Aussagen machen über das Lichtangebot des Mondes, bedarf es der Kenntnis beider Werte.

In früheren Jahren gab es keine Informationsquellen, bei denen sich der Jäger nach den Zeiten unterschiedlicher Mondhelligkeit erkundigen konnte. Dieses ist erst seit Anfang 2001 möglich, nachdem sich Wild und Hund mit der Veröffentlichung eines Mondkalenders dieser Frage angenommen hat.


Zur Kennzeichnung und Beschreibung unterschiedlicher Mondhelligkeiten bedient sich der Kalender dabei neuartiger Maßzahlen, die die Bezeichnung „Lichtwerte der Mondhelligkeit“ führen. Dieses sind dimensionslose Zahlen aus dem Zahlenbereich von Null bis Zehn, die aus den Winkelhöhen des Mondes und seinen Phasenständen berechnet werden

Wie mit der Beaufortskala Windstärken gekennzeichnet werden können, dienen die in einer „Helligkeitsskala“ aufgeführten Lichtwerte der Klassifizierung von Mondhelligkeiten. Beträgt der Lichtwert Null, fehlt das Mondlicht völlig. Zeigt er den Wert Zehn, könnten wir uns der Lichtfülle eines im Zenith stehenden Vollmondes erfreuen. Zu dieser Konstellation ist allerdings zu sagen, dass sie nur in Äquatornähe möglich ist, weil dabei die Mondbahn durch den Zenith verlaufen müsste.

In Deutschland können bei einer maximalen Winkelhöhe des Mondes von etwa 64 Grad im Norden und 71 Grad im Süden größtmögliche Lichtwerte um 9 Punkte auftreten. Unter solchen Bedingungen ist es in Verbindung mit einer vorteilhaften Bodenhelligkeit so hell, dass im Mondlicht Wild und Hund gelesen werden könnte und auf farbigen Flächen die Farbe Rot erkennbar würde. Darüberhinaus wäre das Mondlicht in der Lage, geschlossene Wolkendecken zu durchdringen und auch bei bedecktem Himmel für hervorragende Sicht zu sorgen.

Optimale Mondhelligkeiten, die durch Schneelage noch verstärkt werden können, treten in unseren Breiten im Winter auf, während der Sommermond nur dürftige Lichtwerte bietet.

Auch im Frühjahr und im Herbst kann der hochstehende Halbmond mit annehmbaren Lichtwerten aufwarten. Der Mondhelligkeitskalender verweist darauf und zeigt an, dass die entsprechenden hellen Nächte in der ersten Jahreshälfte in der Woche vor dem Vollmond und in der zweiten Jahreshälfte nach ihm auftreten.

Die dem Kalender beigefügte Lichtwertskala unterscheidet bei der Mondhelligkeit mehrere Helligkeitsklassen mit unterschiedlichen Sichtbedingungen. Der Kalender selbst bietet ein Rasterdiagramm aus Monatsdatum und Stundenzeit, in dem er für jede nächtliche Stunde einer Mondperiode den dann geltenden Lichtwert angibt. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, im Voraus zu erfahren, zu welcher Zeit und mit welcher Helligkeit der Mond sein Licht zur Verfügung stellt, was längerfristige Jagdplanungen möglich macht.

Natürlich ist bei der Berechnung der Lichtwerte auch die Frage nach dem geographischen Bezugsort zu stellen. Wie die Orts- und Zeitkoordinaten aller Himmelskörper beziehen sich auch die des Mondes stets auf einen bestimmten Beobachtungsort auf der Erdoberfläche.

Der Kalender bestimmt als solchen Bezugsort den Schnittpunkt des 51. nördlichen Breitengrades mit dem 11. östlichen Längengrad. Dieser Ort in der Nähe der Stadt Erfurt liegt etwa in der geometrischen Mitte Deutschlands. Hier gelten die angegebenen Werte punktgenau. Entfernt man sich in nord-südlicher oder west-östlicher Richtung, werden sie fehlerhaft, wobei die Abweichungen mit wachsendem Abstand zunehmen. Im Allgemeinen sind die Fehler aber so gering, dass sie vernachlässigt werden können.

Hinsichtlich der Abweichungen in west-östlicher Richtung gibt es eine einfache Korrekturregel: in östlicher Richtung stellen sich die Lichtwerte pro Längengrad um 4 Minuten früher und in westlicher Richtung um 4 Minuten später ein.

Beruhen die Ungenauigkeiten auf Abweichungen in nördlicher oder südlicher Richtung, wären Korrekturwerte nur auf sehr kompliziertem Wege zu ermitteln, da sie nicht nur von der Richtung und Entfernung, sondern entscheidend auch von der Jahreszeit abhängen. Es ist deshalb davon Abstand genommen worden, auch hierfür Regeln für Korrekturrechnungen anzubieten.

Im Weiteren ist die Gültigkeit der Lichtwerte an das Auftreten bestimmter Wetter- und Lagebedingungen am Referenzstandort geknüpft. Diese lauten: wolkenfreier Himmel, Reinheit der Athmosphäre, mittlere Bodenhelligkeit, Schattenfreiheit und waagerechter Grund.
Wo diese Standortbedingungen nicht gegeben sind, müssen die Lichtwerte nachgebessert werden.

So wirkt sich ein bewölkter Himmel im Regelfall helligkeitsmindernd aus, so dass von den vorgegebenen Lichtwerten je nach der Stärke der Bewölkung ein bis drei Punkte abzuziehen wären. Kommt zu starker Bewölkung noch Nebel hinzu, können es auch vier Punkte sein. Starke Bodenhelligkeit, z.B. durch Schnee, führt dagegen bereits bei Lichtwerten unter 3,5 eine brauchbare Nachthelligkeit herbei. In diesem Fall wären zu den gegebenen Lichtwerten zwei bis drei Punkte hinzuzuzählen.
Auch Hanglagen muss in diesem Zusammenhang Beachtung geschenkt werden. Bei einer Neigung nach Norden ist die Nachthelligkeit immer geringer einzuschätzen als auf waagerechter Fläche oder gar bei einer Neigung nach Süden.


Interessant erscheinen die Veränderungen der Mondhelligkeit im Jahresablauf: mißt man das Mondgeschehen an den Bahnhöhen, die der Mond nach Eintritt in seine volle Phase während jeder der 12 Mondperioden des Jahres am Himmel erreicht, erscheint es gerechtfertigt, die Sommersonnenwende als das Ende und den gleichzeitigen Neubeginn eines „Mondjahres“ anzusehen. Im Mittsommer gleicht das Verhalten des Vollmondes weitgehend dem der Sonne zur Zeit der Wintersonnenwende. Beide Himmelskörper haben dann nahezu identische Deklinationswinkel, und von unserem geographischen Standort aus sehen wir ihre Bahnen als flache Bögen über den südlichen Himmel verlaufen.

Im zweiten Halbjahr ändern sich dann in der Zeit von Juli bis Dezember die Verhältnisse gegenläufig, die Mittagshöhe der Sonne nimmt ständig ab, die Kulminationshöhe des Mondes dagegen von Mondperiode zu Mondperiode zu. In der zeitlichen Nähe zur Wintersonnenwende hat sich die Umkehrung dann vollendet: die Mittagssonne steht nun tief am südlichen Himmel, während der Vollmond zu Rekordhöhen von über 60 Grad über Horizont aufsteigt.

Nach der Wintersonnenwende steigt die Mittagshöhe der Sonne von Monat zu Monat wieder höher, bis zum Höchststand im Juni, zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende, während die Steighöhen des Vollmondes ebenso stetig wieder bis zu ihren Tiefstwerten im Hochsommer absinken.

Die Kenntnis dieser Zusammenhänge erklärt, warum der Jäger im Winter mit optimalen Lichtwerten von 9 Punkten in unseren Breiten rechnen kann und der Sommermond nur unzureichendes Licht zu spenden vermag

Ab Januar 2003 findet der Jäger im Wild und Hund Mondkalender neben den Mondhelligkeitsdaten auch Angaben über die Grenzzeiten des Büchsenlichts, die dem Jäger Auskunft geben, wie lange das Tageslicht beim abendlichen Dunkelwerden bzw. ab wann es beim morgendlichen Hellwerden genutzt werden kann, um einen sicheren Schuß abzugeben.

Für die Festlegung dieser Zeiten wurden die „Bürgerlichen Dämmerungen“ herangezogen, die darüber Auskunft geben, wann sich die Sonne nach ihrem Untergang oder vor dem Aufgang in einer Tiefe von sechs Grad unter Horizont befindet.

Wie die Lichtwerte sind auch die Zeiten des Büchsenlichtes von der Bewölkung, der Bodenhelligkeit und anderen Standortbedingungen abhängig. Den größten Einfluß auf die Genauigkeit übt in diesem Zusammenhang aber die Abweichung des geographischen Standorts vom Bezugsort 11 Grad östl. Länge und 51 Grad nördl. Breite aus. Hierbei kann es unter ungünstigen Umständen zu Differenzen von über 30 Minuten zwischen den Kalenderwerten und den korrekten Standortwerten kommen. Korrekturrechnungen sind sehr kompliziert, da nicht nur die Entfernung, sondern auch die Richtung der Entfernung und maßgeblich die Jahreszeit zu berücksichtigen wären.

Um Jägern längerfristige Planungen für eine nächtliche Jagdausübung zu ermöglichen, bietet Wild und Hund parallel zu den aktuellen im Jagdmagazin erscheinenden Mondkalendern einen Mondlichtjahreskalender an. Dieser faßt das Mondgeschehen eines Jahres auf 13 Lichtwerttafeln zusammen und ist mit zahlreichen jagdlichen Motiven ansprechend bebildert.


Herausgeber: Redaktion WILD UND HUND
Paul Parey Zeitschriftenverlag GmbH & Co. KG Singhofen
Bestellhotline 0800 – 7285727 (Mo. – Fr. 8 – 18 Uhr)
Postfach 1363, 56373 Nassau




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