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Tischoffscher Mondhelligkeitkalender

Hier können Sie sich den aktuellen Mondhelligkeitskalender und die Sonnen- und Mondzeiten als PDF downloaden.

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Vollmond noch kein Garant für Helligkeit (Foto: Fotolia)

Vorbereitung für die Jagd bei Mond

Plant ein Jäger seine nächtliche Jagd, ohne zu wissen, zu welchen Zeiten die hellen Stunden einer Mondperiode auftreten, kann es vorkommen, dass er zur falschen Zeit vor Ort ist oder günstige Lichtverhältnisse verpasst. Dabei ist Vollmond noch kein Garant für Helligkeit. So kann ein aus steiler Höhe herabstrahlender Halbmond mehr Licht verbreiten als ein Vollmond, wenn er flach über den Bäumen steht.
 
Maßgeblich für die Mondhelligkeit ist die Mondphase und Höhenwinkel des Mondes. Will man Aussagen über das Lichtangebot des Mondes machen, bedarf es der Kenntnis beider Werte.
 
Um Jägern die Planungen für eine nächtliche Jagdausübung zu ermöglichen, bietet WILD UND HUND Tischoffscher Mondhelligkeitkalender an – regelmäßig im Heft und parallel online auf dieser Internetseite und auch im WILD UND HUND-Shop als Wandkalender fürs ganze Jahr.


Lichtwerte der Mondhelligkeit

Zur Kennzeichnung unterschiedlicher Mondhelligkeiten bedient sich der Tischoffscher Mondhelligkeitkalender den sogenannten „Lichtwerten der Mondhelligkeit“ sind Zahlen von Null bis Zehn, die aus den Winkelhöhen des Mondes und seinen Phasenständen berechnet werden.

Die in der Helligkeitsskala aufgeführten Lichtwerte dienen der Klassifizierung von Mondhelligkeiten. Beträgt der Lichtwert Null, fehlt das Mondlicht völlig. Zeigt er den Wert Zehn, könnten wir uns der Lichtfülle eines im Zenith stehenden Vollmondes erfreuen. Zu dieser Konstellation ist allerdings zu sagen, dass sie nur in Äquatornähe möglich ist, weil dabei die Mondbahn durch den Zenith verlaufen müsste.

In Deutschland können größtmögliche Lichtwerte um 9 Punkte auftreten. Unter solchen Bedingungen ist es in Verbindung mit einer vorteilhaften Bodenhelligkeit so hell, dass im Mondlicht auf farbigen Flächen die Farbe Rot erkennbar würde. Darüberhinaus wäre das Mondlicht in der Lage, geschlossene Wolkendecken zu durchdringen und auch bei bedecktem Himmel für hervorragende Sicht zu sorgen.

Optimale Mondhelligkeiten, die durch Schneelage noch verstärkt werden können, treten in unseren Breiten nur im Winter auf. Im Frühjahr und im Herbst kann der hochstehende Halbmond mit annehmbaren Lichtwerten aufwarten. Der Mondhelligkeitskalender zeigt an, dass die entsprechenden hellen Nächte in der ersten Jahreshälfte in der Woche vor dem Vollmond und in der zweiten Jahreshälfte nach ihm auftreten.

Die dem Kalender beigefügte Lichtwertskala unterscheidet bei der Mondhelligkeit mehrere Helligkeitsklassen mit unterschiedlichen Sichtbedingungen. Der Kalender selbst bietet ein Rasterdiagramm aus Monatsdatum und Stundenzeit, in dem er für jede nächtliche Stunde einer Mondperiode den dann geltenden Lichtwert angibt. So ist es möglich, im Voraus zu wissen, wann mit welcher Mondhelligkeit zu rechnen ist.

Natürlich ist bei der Berechnung der Lichtwerte auch die Frage nach dem geographischen Bezugsort zu stellen. Wie die Orts- und Zeitkoordinaten aller Himmelskörper beziehen sich auch die des Mondes stets auf einen bestimmten Beobachtungsort auf der Erdoberfläche. Der Kalender bestimmt als solchen Bezugsort den Schnittpunkt des 51. nördlichen Breitengrades mit dem 11. östlichen Längengrad: etwa bei Erfurt. Dieser Ort liegt etwa in der geometrischen Mitte Deutschlands. Hier gelten die angegebenen Werte punktgenau. Entfernt man sich in nord-südlicher oder west-östlicher Richtung, weichen sie mit zunehmende Abstand ab. Doch diese Fehler sind so gering, dass sie vernachlässigt werden können.

Hinsichtlich der Abweichungen in west-östlicher Richtung gibt es eine einfache Korrekturregel: in östlicher Richtung stellen sich die Lichtwerte pro Längengrad um 4 Minuten früher und in westlicher Richtung um 4 Minuten später ein. Beruhen die Ungenauigkeiten auf Abweichungen in nördlicher oder südlicher Richtung, wären Korrekturwerte nur auf sehr kompliziertem Wege zu ermitteln. Wir verzichten an dieser Stelle darauf.


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Bei Schnee sind zwei bis drei Lichtwert-Punkte hinzuzuzählen (Fotos: iStock)

Lichtwerte sind abhängig von Wetter- und Lagebedingungen

Wolkenfreier Himmel, Reinheit der Athmosphäre, mittlere Bodenhelligkeit, Schattenfreiheit und waagerechter Grund: wo diese nicht gegeben sind, müssen die Lichtwerte nachgebessert werden.
  • bei Regen und starker Bewölkung ein bis drei Punkte abziehen
  • bei starker Bewölkung mit Nebel vier Punkte abziehen
  • bei starker Bodenhelligkeit (Schnee) zwei bis drei Punkte hinzuzählen
Auch Hanglagen muss in diesem Zusammenhang Beachtung geschenkt werden. Bei einer Neigung nach Norden ist die Nachthelligkeit immer geringer einzuschätzen als auf waagerechter Fläche oder gar bei einer Neigung nach Süden.

Mondhelligkeit im Jahresablauf

  • Der Sommermond vermag nur unzureichendes Licht zu spenden. Mißt man das Mondgeschehen an den Bahnhöhen, die der Mond nach Eintritt in seine volle Phase während jeder der 12 Mondperioden des Jahres am Himmel erreicht, erscheint die Sommersonnenwende als das Ende und Beginn eines „Mondjahres“. Im Mittsommer gleicht das Verhalten des Vollmondes weitgehend dem der Sonne zur Zeit der Wintersonnenwende. Beide Himmelskörper haben dann nahezu identische Deklinationswinkel, und von unserem geographischen Standort aus sehen wir ihre Bahnen als flache Bögen über den südlichen Himmel verlaufen.
  • Im Winter ergeben sich in unseren Breiten optimale Lichtwerte von 9 Punkten. Im zweiten Halbjahr ändern sich dann in der Zeit von Juli bis Dezember die Verhältnisse gegenläufig, die Mittagshöhe der Sonne nimmt ständig ab, die Kulminationshöhe des Mondes dagegen zu. Um die Wintersonnenwende steht die Mittagssonne dann tief am südlichen Himmel, während der Vollmond zu Rekordhöhen von über 60 Grad über Horizont aufsteigt. Nach der Wintersonnenwende steigt die Mittagshöhe der Sonne von Monat zu Monat wieder höher, bis zum Höchststand im Juni, zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende, während die Steighöhen des Vollmondes ebenso stetig wieder bis zu ihren Tiefstwerten im Hochsommer absinken.
Im Mondkalender finden sich auch Angaben über die Grenzzeiten des Büchsenlichts, die dem Jäger Auskunft geben, wie lange das Tageslicht am Abend und Morgen genutzt werden kann, um einen sicheren Schuß abzugeben. Hierzu wurden die „Bürgerlichen Dämmerungen“ herangezogen, die darüber Auskunft geben, wann sich die Sonne in einer Tiefe von sechs Grad unter Horizont befindet.
 
Die Zeiten des Büchsenlichtes sind von der Bewölkung, der Bodenhelligkeit und anderen Standortbedingungen abhängig. Den größten Einfluß auf die Genauigkeit übt in diesem Zusammenhang aber die Abweichung des geographischen Standorts vom Bezugsort 11 Grad östlicher Länge und 51 Grad nördlicher Breite aus. Hierbei kann es unter ungünstigen Umständen zu Differenzen von über 30 Minuten zwischen den Kalenderwerten und den korrekten Standortwerten kommen! Korrekturrechnungen sind sehr kompliziert, und können an dieser Stelle nicht besprochen werden.

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Kleine Mondwende

Ist Ihnen bei nächtlichen Ansitzen aufgefallen, dass die Mondbahn in den vergangenen Jahren stetig an Höhe verloren hat? Warum das so ist und ob dieser Trend anhält, verrät Manfred Tischoff...



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WILD UND HUND Mondhelligkeitskalender 2015
Um Jägern längerfristige Planungen für die abendliche bzw. nächtliche Jagd zu ermöglichen, bietet WILD UND HUND einen Mondlicht-Wandkalender an, der 13 jagdlich bebilderte Lichtwerttafeln enthält. Erhältlich im WILD UND HUND-Shop Artikelnummer: 05010230



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