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WILD UND HUND 9/2014

Ende eines Dogmas

Thore_Wolf_2013_frei

Der deutsche Jäger ist der Regulator der heimischen Wildbahn. Dieses Dogma wurde in der Vergangenheit häufig gelehrt, und viele glauben es. Schaut man sich die steigenden Schwarzwildbestände und deren Ursachen an, wird man skeptisch, ob wir Jäger diesem Wahrheitsanspruch gerecht werden können. Milde Winter, optimale Fraßbedingungen und hohe Anpassungsfähigkeit sind Gründe für das Anwachsen der Schwarzwildpopulation. Niemand auf der Welt kann diese Faktoren beeinflussen!

Sind die Jäger überhaupt in der Lage, die Schwarzkittel dauerhaft zu regulieren? Können sie in puncto Schwarzwild wirklich das Großraubwild ersetzen? Und könnte das Großraubwild den Siegeszug von sus scrofa aufhalten? Oder sind die oben genannten Faktoren viel zu mächtig, als dass wir gegen sie ankommen könnten? Sicher kann man mit einer konsequenten Bejagung die lokalen Bestände reduzieren und mit ihnen eventuell noch den einen oder anderen Wildschaden verhindern. Insgesamt haben jedoch alle Bemühungen der vergangenen Jahre keinen Erfolg gebracht. Die Sauen vermehren sich unaufhaltsam weiter. Immer häufiger dringen sie in Städte vor und besiedeln auch bislang ungenutzte und ungeeignete Lebensräume.

Die wachsenden Schwarzwildbestände sind kein deutsches Problem. Weltweit sind ihre Populationen in den vergangenen Jahrzehnten drastisch gewachsen. Gleichzeitig auch die Abschusszahlen. Bis Ende der 1980er-Jahre belief sich die gesamteuropäische Schwarzwildstrecke auf 550 000 Stück. Im Jagdjahr 2012/13 wurden alleine in Deutschland 644 239 Sauen erlegt. Angesichts dieser Zahlen wird klar, dass wir die Sauen mit jagdlichen Mitteln offenbar nicht mehr nachhaltig regulieren können.

Da helfen auch keine neuartigen Jagdmethoden, wie Fallen, Nachtzielgeräte oder Taschenlampen. Als Anpassungskünstler werden die Sauen daraus über kurz oder lang ihre Lehren ziehen. In der Folge werden sie noch nachtaktiver und noch schwerer zu bejagen. Vielleicht sollten wir Jäger genau diese Fakten in die Öffentlichkeit tragen, um nicht immer wieder als Sündenbock für das sogenannte Schwarzwildproblem durch die Medien gehetzt zu werden. Die Ursachen dafür liegen im Wesentlichen ganz woanders.



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